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Die 3 größten ETF-Fehler, die dich Geld kosten – und wie du sie vermeidest

ETFs sind für viele Anleger der erste Schritt an die Börse – sie sind günstig, unkompliziert und bieten bei einer breiten Streuung ein vergleichsweise geringes Risiko. Besonders beliebt sind dabei der MSCI World, der S&P 500 oder der Nasdaq ETF. Doch auch wenn ETFs grundsätzlich ein solides Instrument für den Vermögensaufbau sind, gibt es einige häufige ETF-Fehler, die dir langfristig viel Geld kosten können. In diesem Artikel zeige ich dir, worauf du achten musst, um diese teuren Fehler zu vermeiden, und wie du dein Depot optimal aufstellst.


ETFs – Der einfache Einstieg in die Welt der Geldanlage

Bevor wir zu den größten ETF-Fehlern kommen, lass uns kurz klären, warum ETFs überhaupt so attraktiv sind. Mit einem ETF investierst du in einen ganzen Index – zum Beispiel in den MSCI World, der Unternehmen aus über 23 Industrieländern bündelt. Das macht den Einstieg in den Aktienmarkt günstig und unkompliziert. Durch die breite Streuung sinkt das Risiko, dass einzelne Unternehmenskrisen dein gesamtes Investment zerstören. Dennoch ist es wichtig, nicht unüberlegt in ETFs zu investieren, denn schon kleine Fehler in der Anlagestrategie können langfristig negative Auswirkungen haben.


Fehler 1: ETFs nur nach Beliebtheit oder Performance auswählen

Der erste und wohl häufigste ETF-Fehler ist die blinde Auswahl eines ETFs allein aufgrund seiner Popularität oder vergangenen Performance. Viele Anleger nutzen Vergleichsportale wie JustETF und filtern nach dem besten Ergebnis oder der größten Beliebtheit – und kaufen dann den erstbesten ETF, oft ohne sich intensiv mit dessen Zusammensetzung auseinanderzusetzen.

Was ist hier das Problem?

Die vergangene Performance eines ETFs gibt dir keinerlei Garantie für zukünftige Gewinne. Trends und Hypes können zu kurzlebigen Blasen führen. Ein Beispiel: Wasserstoff-ETFs oder Cannabis-Aktien waren zeitweise heiß diskutiert. Die Kurse stiegen rasant an, brachen dann aber ebenso schnell wieder ein. So erlebte auch die kanadische Cannabis-Aktie Canopy Growth einen Totalverlust von über 99 %. Wenn du also einen ETF nur nach kurzfristigen Trends auswählst, setzt du auf Spekulation statt auf nachhaltige Wertentwicklung.

Mein Tipp:

Schau dir immer genau an, welche Unternehmen in einem ETF enthalten sind. Frage dich: Sind diese Firmen langfristig solide? Erwirtschaften sie kontinuierliche Gewinne oder folgst du nur einem kurzfristigen Trend? Nur so vermeidest du den ETF-Fehler der Auswahl allein nach Beliebtheit oder Performance. Achte auf fundamentale Kennzahlen und eine nachhaltige Unternehmensstrategie.


Fehler 2: ETFs wahllos kombinieren und Überschneidungen ignorieren

Ein weiterer häufiger ETF-Fehler ist das unbedachte Kombinieren verschiedener ETFs. Viele denken: „Je mehr ETFs, desto besser – so bin ich optimal diversifiziert.“ Doch genau hier liegt oft der Haken. Wenn du zum Beispiel den MSCI World, den S&P 500 und den Nasdaq ETF in dein Depot aufnimmst, überschneiden sich die Inhalte massiv.

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Warum sind Überschneidungen problematisch?

Mein Tipp:

Prüfe die Zusammensetzung deiner ETFs genau! Achte darauf, dass du nicht nur geografisch, sondern auch branchenübergreifend diversifiziert bist. Neben den großen Indizes können auch ETFs mit kleineren, weniger bekannten Unternehmen (Small Caps) helfen, dein Portfolio ausgewogen zu gestalten. So vermeidest du den ETF-Fehler der doppelten oder mehrmaligen Allokation in denselben Marktsegmenten.


Fehler 3: Den Zeithorizont unterschätzen

Der dritte ETF-Fehler, der dir potenziell viel Geld kosten kann, ist das Unterschätzen des notwendigen Anlagehorizonts. ETFs gelten als relativ stabile Anlagen, aber auch sie unterliegen Marktschwankungen. Viele Anleger unterschätzen, wie lange sie investiert bleiben müssen, um von langfristigen Renditen zu profitieren.

Ein Blick in die Geschichte:

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Mein Tipp

Investiere in ETFs nur mit Geld, das du wirklich mindestens 7 bis 15 Jahre nicht benötigst. Gerade wenn du kurzfristige Ziele wie den Eigenkapitalaufbau für ein Haus verfolgst, solltest du einen Teil deines Portfolios in sicherere Anlagen wie Anleihen oder andere risikoärmere Instrumente investieren. So vermeidest du den ETF-Fehler des zu kurzfristigen Anlagehorizonts, der dich in Zeiten von Marktschwankungen unnötigen Stress und mögliche Verluste kostet.


So machst du es richtig – Mein 3-Schritte-Plan

Um all diese ETF-Fehler zu vermeiden, habe ich für dich einen einfachen 3-Schritte-Plan zusammengestellt:

  1. Breit gestreut investieren:
    Setze auf eine breite Diversifikation in deinem ETF-Portfolio. Investiere in einen oder mehrere ETFs, die eine möglichst große Bandbreite an Unternehmen und Regionen abdecken. Achte dabei darauf, dass du nicht nur auf die großen Indizes setzt, sondern auch andere Märkte und Branchen berücksichtigst.
  2. Portfolio regelmäßig überprüfen:
    Schau dir regelmäßig die Zusammensetzung deiner ETFs an. Prüfe, ob es Überschneidungen gibt und ob sich die zugrunde liegenden Unternehmen noch immer durch solide Fundamentaldaten auszeichnen. Nur so stellst du sicher, dass dein Portfolio dauerhaft ausgewogen bleibt.
  3. Langfristig denken und steuerliche Optimierung nutzen:
    Plane deinen Anlagehorizont langfristig. Nur über einen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren kannst du von den typischen jährlichen Renditen profitieren. Ergänze dein Depot zudem mit steuerlich optimierten Anlagen, wie einer ETF-Rente. So kannst du einen großen Teil deiner Gewinne, teils bis zu 57,5 %, steuerfrei ausschütten lassen – ein wichtiger Baustein für den langfristigen Vermögensaufbau.

Warum sind ETFs trotz dieser Fehler ein starkes Instrument?

Trotz der genannten ETF-Fehler bieten ETFs eine hervorragende Möglichkeit, Vermögen aufzubauen – wenn du sie richtig einsetzt. Sie sind nicht nur kostengünstig und transparent, sondern ermöglichen es dir auch, schon mit kleinen Beträgen in die Welt der Börse einzusteigen. Wichtig ist, dass du dir der potenziellen Fallstricke bewusst bist und aktiv dagegen steuerst.

Die richtige Auswahl, die Vermeidung von Überschneidungen und das Einhalten eines langen Anlagehorizonts sind dabei die zentralen Faktoren, um die Risiken zu minimieren und die Chancen zu maximieren. ETFs können dir dabei helfen, deine Rentenlücke zu schließen und langfristig finanziell unabhängig zu werden – vorausgesetzt, du vermeidest diese typischen ETF-Fehler.

Praktische Tipps für den Alltag

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du dein Depot optimal aufstellst und langfristig finanziell unabhängig wirst, dann buche dir direkt ein kostenloses Erstgespräch über den Button.

Lass dein Geld für dich arbeiten, und denke daran: Nur wer seine Fehler kennt, kann in Zukunft noch erfolgreicher investieren!

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